In-vitro-Fertilisation (IVF) ist ein Verfahren bei dem Eizellen mit Sperma im Labor befruchtet werden. Nachdem sich die überlebensfähigen Embryonen von der Follikelpunktur erholt haben, werden sie ein paar Tage beobachtet, bis zu dem Zeitpunkt an dem die qualitativ besten Embryonen in den Uterus der Mutter überführt werden.

Die Befruchtung der Eizellen kann mit Sperma des Partners (homolog IVF) oder mit Sperma eines Spenders (heterolog IVF) erfolgen.

Die Voraussetzungen für ein Paar, um sich einer In vitro Fertilisation zu unterziehen und um die größten Chancen auf Erfolg zu haben sind:

  • Die Spermaprobe muss eine angemessene Beweglichkeit und Anzahl aufweisen, ansonsten werden wir eine Behandlung für künstliche Befruchtung dazu kombinieren.
  • Ausschluss möglicher Missbildungen des Uterus mittels Ultraschall, welche die Befruchtung, Einpflanzung und Schwangerschaft beeinträchtigen könnte. Darüberhinaus müssen wir uns vergewissern, dass die Stimulation der Eierstöcke gut anspricht, damit genügend Eizellen für die Durchführung des Verfahrens gewonnen werden können.

Wann

  • Weibliche Unfruchtbarkeit:

- Ovulationsprobleme

- Blockierte Eileiter oder das Fehlen von Eileitern

- Leichte oder schwere Endometriose, welche Unfruchtbarkeit verursachen kann

- Alter der Frau

  • Männliche Unfruchtbarkeit:

- Leichte mäßige Veränderungen im Rahmen der Spermaanzahl/ oder mäßige Abnahme der Spermabeweglichkeit.

- Scheitern vorausgehender künstlicher Befruchtungen

- Ungeklärte Unfruchtbarkeit

  • IVF mit Spendersperma wird empfohlen für:- Frauen die eine Mutterschaft alleine planen-weibliche Homosexuelle Paare
  • Hochgradige Unfruchtbarkeit des Mannes: Azoospermie: kein Sperma im Ejaculat-genetische Krankheiten, die nicht durch PGD diagnostiziert werden können – sexuell übertragene Krankheiten.

Phasen

Stimulierung der Eierstöcke
Wir beginnen die Behandlung mit der Stimulierung der Eierstöcke, wobei wir eine Anzahl von Hormonen, die denen ähneln, die von der Frau selbst produziert werden, verwenden (Gonadotropine). Das Ziel ist die Entwicklung multipler Follikel um eine hohe Anzahl von Eizellen zu erhalten und somit die Chance auf Erfolg wächst. Die Stimulierung wird regelmäßig durch Ultraschall Blutanalysen überwacht.
Induktion des Eisprungs

Nachdem mehrere Follikel die richtige Größe erreicht haben(18mm Durchmesser) werden HCG Hormone verabreicht, um eine endgültige Oocytenreifung auszulösen, die nach 34-36 Stunden auftreten wird und dann wird die Follikelpunktion durchgeführt.

Follikelpunktion
Unter Sedierung entnimmt der Fertilitätsfacharzt reife Eizellen durch Follikelpunktion und vaginal. Die Entnahme der Eizellen ist ein minimal invasives Verfahren das normalerweise weniger als 15 Minuten dauert. Im Allgemeinen können die Patientinnen am nächsten Tag normale Aktivitäten wiederaufnehmen.
Spermakapazität
Am Tag der Follikelpunktion hat das andrologische Labor die Samenprobe vorbereitet (Samenregulierung) indem im Vorfeld durch Verfahren der Spermawäsche solche mit größerer Beweglichkeit ausgesucht werden.

Wenn wir Samen von einer Samenbank verwenden, werden wir das Auftauen der Probe und die Regulierung durchführen.

Befruchtung der Eizellen
Abhängig von den zu untersuchenden Änderungen oder chromosomalen Genetik und/oder Samenqualität, werden wir die Befruchtung der Eizellen durch konventionelle IVF oder ICSI vornehmen.
Befruchtung und Embryonenkultur
Am Tag nach der Insemination wird die Fruchtbarkeit der Eizellen beobachtet. Solche die korrekt befruchtet wurden, bleiben für mehrere Tage(zwischen 2 und 5 Tagen) zur Beobachtung im Labor. Tag für Tag werden wir beobachten, wie sich die Embryonen teilen und die Anzahl ihrer Zellen vergrößern.
Embryonentransfer
Embryonen, die nach der genetischen Analyse eine normale Genetik und Ausstattung haben und /oder adäquate morphologische Eigenschaften aufweisen, werden in die Gebärmutter verlegt und sollten gesunde Embryonen übrigbleiben, werden wir diese einfrieren. Am Tag des Transfers werden wir über die geeignete Menge der zu transferierenden Embryonen entscheiden, die nicht mehr als drei pro Zyklus betragen kann. Der Gynäkologe benützt einen kleinen Katheter um die Embryonen durch den Gebärmutterhals einzuführen und abzulegen. Der Vorgang des Embryonentransfers dauert einige Minuten und die Erholungszeit für die Patientin ist minimal.
Schwangerschaftstest

Der Schwangerschaftstest wird mittels Bluttest 13 Tage nach der Follikelpunktion vorgenommen.

Falls die Patientin Blut verliert, bevor sie sich dem Test unterzieht, ist es wichtig, dass sie die Medikation beibehält und das Ärzteteam kontaktiert um Rat zu erhalten. Während der Behandlung wird ihr persönlicher Betreuer jederzeit für sie erreichbar sein um Zweifel auszuräumen und sie in diesem besonderen Moment zu unterstützen.

 

Medical Team

Susana Sempere - Gynaecology

Dr. Susana Sempere Ferri

Antonio Moya - Reproductive Medicine

Dr. Antonio Moya

Eva Moreno

Dr. Eva María Moreno Ruiz

Jose Manuel Lozano - Gynaecology

Dr. Jose Manuel Lozano

Romina Ramírez - Gynaecology

Dr. Romina Ramírez Melguizo

Wissen sie was…

  • Im Allgemeinen bewegt sich die Schwangerschaftsrate für Frauen unter 38 Jahren um 30% bis 40% pro Zyklus. Ab einem Alter von 40 sind die Zahlen erheblich niedriger (10%-15%). Trotzdem sollten wir bemerken, dass es sich dabei um allgemeine Quoten für Paare handelt, die an Unfruchtbarkeit leiden.
  • Das erste Retortenbaby, Loise Brown, wurde am 25.Juni 1978 in UK geboren. In Spanien war es am 12. Juli 1984.
  • Die IVF Behandlung ist nicht schmerzhaft, trotzdem kann sie in manchen Phasen des Zyklus Ängste hervorrufen, besonders nach dem Embryonentransfer, wenn sie auf das Ergebnis warten.
  • Normalerweise wartet die Patientin nach dem Transfer für ca. eine Stunde im Zimmer der Kinderwunschklinik. Wenn der Gynäkologe es nicht anders verordnet, ist keine Ruhezeit nach dem Transfer erforderlich. Es gibt keine Studien, die belegen, dass Ausruhen die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen. Einmal zuhause, können sie ein normales Leben führen.

Die In-vitro-Fertilisation IVF in Spanien