Das Verfahren der künstlichen Befruchtung ist eine der einfacheren Techniken der assistierten Reproduktion. Dabei wird Sperma auf unnatürliche Weise während der Zeit des Eisprungs in den Uterus eingeführt um eine Schwangerschaft zu erreichen.

Abhängig davon woher das Sperma kommt haben wir zwei Arten der künstlichen Befruchtung: Künstliche Befruchtung mit Sperma des Partners (AIH oder homologe Befruchtung) oder künstliche Befruchtung mit Sperma eines Spenders (heterologe Befruchtung).

Bevor ein Zyklus der künstlichen Befruchtung begonnen wird ist es nötig zu überprüfen, ob der Partner verschiedenen Bedingungen erfüllt:

  • Überprüfung der Durchgängigkeit der Eileiter um den Durchlass von Sperma für die Befruchtung zu gewährleisten und die Zygote den Uterus erreicht.
  • Ausschliessung möglicher Missbildungen des Uterus durch Ultraschall, die die Befruchtung, Einnistung und Schwangerschaft beeinträchtigen könnten.
  • Mit einer Samenanalyse zu prüfen ob eine Mindesqualität des Samens besteht. Es muss eine Minimum an Menge und Beweglichkeit vorhanden sein.
  • Das Alter der Frau, dass den Erfolg oder Misserfolg direkt beeinflusst. Ab dem 36. Lebensjahr sinken die Schwangerschaften.
  • Sicherstellen, dass keine Ansteckungsgefahr für den Partner oder das zukünftige Baby durch ein potentielles Risiko von Hepatitis B oder C, HIV, Röteln, Syphilis und Toxoplasmose besteht.

Wann

Künstliche Befruchtung mit Sperma des Partners wird in folgenden Fällen indiziert:

  • Weibliche Unfruchtbarkeit:

- Leichte bis mäßige Endometriosis

- Ovulatorische Dysfunktion: PCOS, Anovulation oder Probleme in der follikularen Phase

- Gebärmutterhals Faktor

- Änderung der anatomischen Stenose (Verengung des Gebärmutterhalses), Scheidenkrampf

  • Männliche Unfruchtbarkeit:

- Leichte Abänderungen im Rahmen der Spermienanzahl und / oder Abfall der Mobilität der Spermien.

- Unfähigkeit, Spermien in die Vagina einzuführen: sexuelle Impotenz, retrograde Ejakulation, vorzeitiger Samenerguss.

  • Ungeklärte Unfruchtbarkeit: Untersuchungen laufen normal, aber es wird keine Schwangerschaft erreicht.
  • Immunfertilität: das weibliche Reproduktive System produziert Antikörper, die Sperma zerstören.

Künstliche Befruchtung mit Spendersperma wir empfohlen für:

  • Frauen, die planen alleinerziehend zu sein.
  • Weibliche homosexuelle Paare
  • Hochgradige Unfruchtbarkeit des Mannes:

- Azoospermie: kein Sperma im Ejakulat

- Schwerwiegende Änderungen bezüglich des Spermaparameter.

- Genetische Krankheiten die durch PGD nicht diagnostiziert werden können.

- Sexuell übertragene Krankheiten.

 

Phasen

Stimulation der Eierstöcke
Wir beginnen mit einer Stimulation der Eierstöcke, wobei wir eine Reihe von Hormonen verwenden, die denen ähneln, die die Frau selbst produziert (Gonadotropine). Das Ziel ist die Entwicklung multipler Follikel, um eine hohe Anzahl von Eizellen zu erhalten und somit die Chancen auf Erfolg zu erhöhen. Die Stimulation wird ständig durch Ultraschall und Blutanalysen überwacht.
Spermienfunktion
Am Tag der Follikelpunktion hat das andrologische Labor die Samenprobe vorbereitet(Samenregulierung) indem es im Vorfeld durch Methoden der Samenwäsche solche mit größerer Beweglichkeit auswählt.
Wenn Samen von der Samenbank verwendet wird, werden wir das Auftauen der Probe und die Regulierung durchführen.
Intrauterine Insemination
Die Befruchtung wird in dem Zeitraum durchgeführt, indem erwartet wird, dass die Ovulation stattfindet. Die ausgewählten Spermien werden durch eine Röhre in den Uterus der Frau eingeführt. Dieses Verfahren ist schmerzfrei und die Frau kann das Zentrum nach einer Stunde Ruhepause verlassen und ein normales Leben führen.
Unterstützung während der Lutealphase
Um die Einnistung des Embryos zu erleichtern wird Progesteron vaginal verabreicht um die Lutealphase zu unterstützen.
Schwangerschaftstest

Der Schwangerschaftstest wird durch einen Bluttest 13 Tage nach der Follikelpunktion durchgeführt.

Sollte die Patientin bevor sie sich dem Test unterzieht Blutungen haben ist es wichtig, die Medikation beizubehalten und das Ärzteteam zu kontaktieren um Rat zu erhalten. Während der Behandlung wird ihr persönlicher Betreuer jederzeit für sie erreichbar sein, um Zweifel zu beseitigen und sie in diesem speziellen Moment zu unterstützen.

 

Medical Team

Susana Sempere - Gynaecology

Dr. Susana Sempere Ferri

Antonio Moya - Reproductive Medicine

Dr. Antonio Moya

Eva Moreno

Dr. Eva María Moreno Ruiz

Jose Manuel Lozano - Gynaecology

Dr. Jose Manuel Lozano

Romina Ramírez - Gynaecology

Dr. Romina Ramírez Melguizo

Wussten sie was…

  • Gemäß dem Register der spanischen Gesellschaft für Fertilität (SEF), ist Spanien jetzt das dritte Land mit Behandlungen für künstliche Befruchtung. 23.000 Befruchtungen werden jährlich durch Fertilitätsbehandlungen durchgeführt.
  • Im Fall von AID, ist die Spermaspende anonym und absolut legal in Spanien, unabhängig von Nationalität und Herkunft des Spenders.
  • VITA unterhält eine Partnerschaft mit einer ausländischen Samenbank in der die Samenproben einer rigorosen klinischen Prüfung unterzogen werden.
  • Im Allgemeinen beträgt die Schwangerschaftsrate bei künstlicher Befruchtung mit Sperma des Partners um die 12-20%, mit einer ansteigenden Rate von 45-50% nach 4 Zyklen. Bei Befruchtung mit Spendersperma, betragen die Ergebnisse rund 20-30% bei einem Zyklus und mehr als 60% nach vier Zyklen.
  • Gewöhnlich wartet die Patientin nach der Befruchtung ungefähr eine Stunde auf dem Zimmer im Fertilitätszentrum. Danach fährt sie zuhause mit ihrem normalen Leben fort.
  • Wenn eine Schwangerschaft erzielt wurde, die Entwicklung der Schwangerschaft normal ist, ist das Risiko eines Abgangs, einer Frühgeburt oder eines Babys mit Geburtsfehler das Gleiche wie bei einer Schwangerschaft durch vaginalen Geschlechtsverkehr.

Künstliche Befruchtung in Spanien