Störungen des Bewegungsapparates

Störungen des Bewegungsapparates sind mehrere häufig auftretende Krankheiten, die in den letzten Jahren aufgrund der Anstiegs des Durchschnittsalters der Lebenserwartung in unserer Bevölkerung zugenommen haben.
Störungen des Bewegungsapparates werden hervorgerufen durch ein Ungleichgewicht der positiven und negativen Kontrolle in den Gehirnzentren, die diese Funktion steuern.
Aufgrund dieses Ungleichgewichts bilden bestimmte Hirnsubstanzen Überstimulation in den Nervenbahnen, die für die Überwachung der Bewegungskoordination zuständig sind. Diese Kenntnis ermöglicht es, aus verschiedenen therapeutischen Zielen zu wählen um die Symptome vollständig oder teilweise zu beseitigen und die Lebensqualität unserer Patienten zu verbessern.

Parkinson-Krankheit

Die am häufigsten auftretende Krankheit in der Gruppe der Bewegungstörungen ist die Parkinson-Krankheit. Sie ist eine fortschreitende Degeneration der schwarzen Substanz und anderen Kernen des Rautenhirns.

Symptome der Parkinson-Krankheit sind Zittern, Muskelsteifheit, Bewegungsarmut und Gang-und Gleichgewichtsstörungen, was die Patienten extrem einschränkt.

Die ursprüngliche medizinische Behandlung ist Levodopa. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass nach etwa 5-10 Jahren nach Beginn der Anwendung bei den Patienten Komplikationen wie motorische Fluktuation (es gibt wirksame Zeiträume und Perioden ohne Wirkung) und Dyskinesien (unwillkürliche Bewegungen des Körpers aufgrund schneller und starker Muskelbewegungen) auftreten, was zu ähnlichen Behinderungen wie die Krankheit selber führt. Aufgrund dieser Einschränkungen kommt wieder die Chirurgie zur Behandlung von Parkinson mit behindernden motorischen Störungen in Frage.

Chirurgie der Bewegungsstörungen und Parkinson-Krankheit

Operationen an bestimmten Gehirnstrukturen sind ein mächtiges therapeutisches Werkzeug zur Behandlung der Parkinson-Krankheit (EP) und anderen als Bewegungstörungen bekannten neurologischen Erkrankungen.

Wenn der Patient für die Operation in Frage kommt (nach etablierten internationalen Standards), ist diese lt Vergleichstudien mit der besten medizinischen Behandlung von Vorteil. Steifheit, Akinesie/Bradykinesie und das Zittern und somit die Lebensqualität werden um etwa 70% verbessert.

Der essentielle Tremor ist eine andere Krankheit bei der diese Operation angewandt werden kann. Operationen am Thalamus führen zu einer Reduzierung des Tremors um ca 85%.

Es gibt auch andere Arten von Zittern, die in bestimmten Fällen von dieser Behandlung profitieren können. Eine weitere Bewegungsstörung ist die Dystonie, bestehend aus schmerzhaften und unwillkürlichen Muskelverkrampfungen eines oder mehrerer Körperteile aufgrund einer Fehlfunktion des Nervensystems. Die Dystonie kann mit einer Operation um ca 60% verbessert werden.

Durchführung

Diese Operation wird in der Regel in Erwägung gezogen, wenn eine pharmakologischen Behandlung der Krankheit gescheitert ist oder durch sie unerwünschte Nebenwirkungen auftreten und somit dem Patienten keine funktionelle Eigenständigkeit und Mindestlebensqualität ermöglichen.

Bei einer Operation von Parkinson oder anderen Bewegungsstörungen werden Elektroden in eine Hirnstruktur implantiert, die aufgrund der Krankheit überaktiv ist und dadurch die Symptome verursacht. Der elektrische Strom diese Elektroden bewirkt, dass die Symptome sich normalisieren, verringern und sogar verschwinden, was zu einer signifikanten Änderung der Lebensqualität des Patienten führt.

Bei der ersten Phase der Operation werden die Hirnstrukturen bestimmt, die angegriffen werden müssen um unser Ziel zu erreichen. Mit neuen Techniken, sogenannten therapeutischen Targets, werden dem Neurologen, ähnlich wie bei einem GPS, die exakten Punkte angezeigt, die für die Eletrodenstimulierung in Frage kommen.

In einer zweiten Phase, bei der der Patient noch wach ist und mit dem OP-Team zusammenarbeitet, werden die Elektroden, die später subkutan implantiert werden, verbunden. Dies ermöglicht eine ständige Kontrolle über die Resultate des Eingriffes.

Sobald die Chirurgen überprüft haben, dass der gesamte Kreislauf vollständig ist und sich die Elektroden auf den Bewegungskernen befinden, werden diese unter die Haut getunnelt.

10-12 Tage nach dem Eingriff wird mit der Stimulierung begonnen, was es erlaubt, die Symptome der Patienten zu kontrollieren. Das perioperative Verfahren (vor und nach dem Eingriff) ist dank der Einrichtungen von IMED für Patienten und ihre Familie sehr komfortabel. Nach etwa 4-5 Tagen kann der Patient nach Hause und sein normales Leben fortführen.

Chirurgie der Parkinson-Krankheit

PHASEN(Zusammenfassung)
1. Fallstudie und Auswahl des Patienten
2. Eingriff:
   2.1. Auswahl der therapeutischen Targets, ähnlich einem GPS-Systems
   2.2. Implantieren der Elektroden, mit dem wachen Patienten werden die Ergebnisse überprüft
   2.3. Die Elektroden werden getunnelt und unter der Haut versteckt, wodurch die ästhetischen Folgen des Eingriffes minimiert werden.
3. 4-5 Tage nach der Operation kann der Patient nach Hause gehen
4. Nach 10-12 Tagen kann mit der Stimulation begonnen werden um die Symptome der Bewegungsstörung zu kontrollieren